SEHO Technologietage in Mexiko

Ein großartiger Erfolg war die Premiere der SEHO Technologietage in Mexiko, die Ende Februar in Guadalajara und Queretaro stattfanden. SEHO, einer der weltweit führenden Hersteller von Komplettlösungen für Lötprozesse und automatische Fertigungslinien hatte gemeinsam mit STE Latino America in den mexikanischen Metropolen der Elektronikproduktion zwei Seminarreihen organisiert, die von zahlreichen Anwendern, vor allem aus der Automobilindustrie, besucht wurden. STE Latino America ist kompetenter Ansprechpartner für Elektronikproduktionen in Mexiko, mit viel Erfahrung und langjähriger Praxis rund um die Prozesse und die SEHO-Anlagentechnik.

„Wir kennen die Aufgabenstellungen der Elektronikhersteller in Mexiko genau“, erläutert Guillermo Maldonado, Geschäftsführer von STE Latino America. „Mit den Technologietagen wollten wir die Möglichkeit bieten, die aktuellen Entwicklungen mit anderen Experten zu diskutieren und Ansätze für die Optimierung in der eigenen Produktion zu finden“. In spannenden Vorträgen und intensiven Gesprächen wurden alltägliche Anforderungen in der Elektronikproduktion genauso angesprochen wie die neuesten anlagentechnischen Weiterentwicklungen und Technologien der Zukunft.

Ein Schwerpunkt der Technologietage in Mexiko waren die Herausforderungen einer High-Mix-High-Volume Fertigung, die vor allem im Automotivebereich mehr und mehr zum Tragen kommt. Dr. Andreas Reinhardt, Leiter Forschung und Entwicklung bei SEHO stellte dar, dass ein hoher Produktmix und große Fertigungsvolumen sich nicht ausschließen müssen. Um bei gleichbleibend hoher Qualität der Produkte kosteneffizient arbeiten zu können, ist eine hohe Produktivität des Equipments gefordert. Was zählt, ist die Flexibilität der Anlagentechnik, um auf möglichst kleiner Produktionsfläche, ohne Umrüstung und mit unterschiedlichen Ausgangsmaterialien, verschiedene Produkte in kleinen und großen Losgrößen zu fertigen.

Für den Flussmittelauftrag in Wellenlötprozessen hat SEHO ein hochflexibles Plasmaverfahren entwickelt, das die effiziente Produktion unterschiedlicher Fertigungsvolumen ermöglicht. Ein deutlich niedrigerer Flussmittelverbrauch und geringe Wartungszeiten senken zudem die Gesamtkosten in der Fertigung.

Ein neues Vorheizkonzept auf Basis von Pulsarstrahlern stellte Ludger Brosch, Leiter Konstruktion Wellen- und Reflowlötanlagen vor, mit dem die kosteneffiziente Fertigung von Großserien bis hin zu Losgröße 1 ermöglicht wird. Realisiert wird dies durch einen besonders hohen Wirkungsgrad, der mit sehr schnell reagierenden Heizelementen in Kombination mit einer gezielten Ansteuerung erreicht wird. Durch die Schaltung einzelner Strahler anstelle von ganzen Segmenten sind dabei kürzeste Baugruppenabstände realisierbar. Bei der Fertigung kleiner bis mittlerer Volumen kann der Energieverbrauch um 30 – 50 % reduziert werden.

Eine hohe Anzahl von Produktvarianten mit unterschiedlichen thermischen Anforderungen ist auch eine Herausforderung für die SMD-Fertigung. Durch eine neue emissionsfreie Schnellabsaugung kann bei Reflowsystemen von SEHO das Temperaturniveau in der Lötanlage innerhalb kürzester Zeit gesenkt werden, um beispielsweise von einem Lötprofil auf ein Klebeprofil zu wechseln.

Die Zuverlässigkeit, Rückverfolgbarkeit und Dokumentation der Produktionsprozesse gewinnt vor allem im Automotivesektor, aber auch in anderen Industriezweigen, an Bedeutung und zunehmend auch im Bereich der THT-Fertigung. Für diese Anforderungen hat SEHO ein automatisches optisches Inspektionssystem entwickelt, das speziell auf die Inspektion von THT-Lötstellen ausgelegt ist und direkt in die Selektiv-Lötanlagen von SEHO integriert werden kann. Während der Technologieseminare in Mexiko wurden mit den Anwendern die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten des AOI Systems SEHO PowerVision, auch im Hinblick auf die automatische Fertigungssteuerung, diskutiert.

Fachwissen, das direkt in der eigenen Fertigung umgesetzt werden kann, intensive Diskussionen über zukünftige Trends in der Elektronikproduktion und der Austausch mit Experten, sind das Fazit einer erfolgreichen SEHO-Seminarreihe in Mexiko, die sicherlich bald ihre Fortsetzung findet.


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ETFN 2017 – Ein voller Erfolg!

Das Elektronik-Technologie-Forum Nord in Hamburg – kurz ETFN – ging am 25. und 26. Januar 2017 bereits in die sechste Rund und war ein voller Erfolg. Mehr als 285 Teilnehmer nutzten die beiden Veranstaltungstage für einen intensiven Austausch mit den Experten vor Ort und informierten sich über die aktuellen Trends und neuesten Entwicklungen bei der Fertigung elektronischer Baugruppen.

SEHO organisiert seit 2009 das ETFN, das mittlerweile von insgesamt 16 hochkarätigen Unternehmen der Branche veranstaltet wird. Mit einem perfekten Mix aus Theorie und Praxis hebt sich das ETFN deutlich von den üblichen Technologietagen oder Messekonzepten ab. Es ist die ideale Plattform, um Lösungsansätze für neue Herausforderungen in der Elektronikfertigung zu erhalten. Neben der Theorie können die Besucher an einer virtuellen Fertigungslinie „Hand anlegen“ und mit ausgesuchten Spezialisten ihre Aufgabenstellungen, Probleme und Perspektiven analysieren und diskutieren – und dies wesentlich intensiver und ausführlicher als es auf großen Messen in der Regel möglich ist.

 


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Wenn der Lötspezialist den Lötrauch bannt

Im Jahr 1976 begann eine der Erfolgsgeschichten, welche die Branche bis heute prägt: Die heutige SEHO Systems GmbH begann als SEHO Seitz & Hohnerlein GmbH die rasanten Entwicklungen in der Elektronikindustrie mit voranzutreiben. Aus einem einfachen Hersteller von Wellenlötanlagen entwickelte sich ein global agierendes Unternehmen, das heute seinen Kunden Komplettlösungen für Lötprozesse und automatische Fertigungslinien bietet.

Im SEHO Technologiecenter am Standort in Kreuzwertheim werden tagtäglich an allen Lötanlagen Test und Vorführungen durchgeführt. Auffallend ist, dass Besucher des Technologiecenters keine Gerüche wahrnehmen. Dabei kennt doch jeder „Hobby-Löter“ den typischen Geruch geschmolzenen Lötmittels. „Seitens der Berufsgenossenschaft gibt es Vorgaben zur Luftreinhaltung beim Betrieb der Lötanlagen“, erläutert Hermann Liebler, Vertriebsbereichsleiter. „Keine Lötanlage darf ohne Absaug- und Filtertechnik betrieben werden.“

Als flexible Absauglösung für wechselnde Anforderungen werden derzeit an sieben Stationen im Democenter jeweils Absaug- und Filtergeräte von der ULT AG betrieben. Die LRA-Serie des Löbauer Unternehmens wurde speziell zur Beseitigung von Lötrauch entwickelt.

Den kompletten Artikel von Stefan Meißner, Leiter Unternehmenskommunikation, ULT AG und Heike Schlessmann, Marketing Manager, SEHO können Sie hier herunterladen.


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