Markus Walter verteilt kostenlose Atemschutzmasken an soziale Einrichtungen

Man mag sich die Frage stellen, was ein Lötanlagen- und Automatisierungshersteller mit Atemschutzmasken zu tun hat. Auf den ersten Blick sicher nichts, auf den zweiten Blick kann ein global agierendes Unternehmen jedoch seine weltweiten Kontakte nutzen, um lokal dort Hilfe zu leisten, wo sie momentan dringend benötigt wird.

Aufgrund der weltweiten Pandemie des Corona-Virus ist der verfügbare Bestand an Schutzmasken auf ein sehr kritisches Niveau gesunken. Vor allem die nach EN149 zertifizierten Atemschutzmasken mit dem FFP2- oder FFP3-Standard, die nach Einschätzung der WHO effektiven Schutz vor einer Ansteckung bieten, sind absolute Mangelware.
Entsprechend groß ist der Bedarf in Kliniken oder bei Pflegediensten, die tagtäglich mit Patienten der Risikogruppen in Kontakt sind. Genauso groß ist aber auch die Frustration, wenn Atemschutzmasken nicht zu bekommen sind, damit sich Ärzte und Pflegekräfte schützen und gesund weiterarbeiten können.

Markus Walter, geschäftsführender Gesellschafter der SEHO Systems GmbH, erlebte das hautnah. Unter anderem erfuhr er vom Nierenzentrum in Wertheim, dass es trotz intensiver Bemühungen auch dort nicht gelang, eine hinreichende Anzahl an Atemschutzmasken zu organisieren. „Gerade für die kleineren Praxen und Pflegedienste ist es enorm schwierig, in ausreichender Menge Schutzkleidung zu bekommen und die personellen Kapazitäten sind nicht darauf ausgelegt, tagelang alle möglichen Quellen zu kontaktieren, nur um dann doch wieder „nicht verfügbar“ zu hören,“ so Markus Walter.
Schon vor einigen Wochen nahm er deshalb Kontakt zum SEHO-Tochterunternehmen in China auf und den dortigen Mitarbeitern gelang es, eine größere Anzahl Atemschutzmasken vom Markenhersteller 3M zu erwerben, die umgehend nach Deutschland verschickt wurden.

Die gelieferten Partikel-Atemschutzmasken bestehen aus einem 5-lagigen Schutz mit Aktivkohlefilter und sind für den effektiven Schutz vor Staub und Bakterien ausgelegt. Die Masken sind nach GB2626-2006 KN95 zertifiziert und entsprechen damit den nach der europäischen Norm EN149:2001 zertifizierten FFP2-Schutzmasken. Masken dieser Standards filtern > 94 % aller Partikel bis zu einer Größe von 0,6 µm aus der Atemluft und eignen sich daher auch zum Schutz vor Viren wie dem Coronavirus.

Mittlerweile wurden jeweils mehrere hundert Atemschutzmasken kostenlos an das Bürgerspital in Würzburg, Sozialstationen in Wertheim und Külsheim, Seniorenheime in Wertheim, das DRK in Tauberbischofsheim, an das Nierenzentrum in Wertheim und natürlich auch an die Belegschaft bei SEHO Systems verteilt. Auch für die Tochterunternehmen in USA und Mexico sind Masken auf den Weg gebracht worden.
Gerade in dieser für alle sehr schwierigen Zeit geht es darum, nicht nur die eigenen Interessen in den Vordergrund zu rücken, sondern sich einfach solidarisch zu zeigen. Entsprechend gut kam das Engagement von SEHO an. Alle Institutionen waren über die unerwartete Spende mehr als glücklich.

 


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